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#1 Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von Uhrheber 05.06.2015 10:12

Hallihallo,

ich wollte dann auch mal meine Erfahrungen mit dem Drucker zum Besten geben.
Erst mal vielen Dank für Deine Mühe und die Anleitungen.

1. Drucken ohne Raft:
Man kann auf vielerlei Untergründe drucken, DAS ideale Material gibt es aber nicht, denn auf keinem Untergrund haften alle Druckmaterialien gleich gut, und selbst PLA von verschiedenen Herstellern verhält sich höchst unterschiedlich. Viele Untergründe arbeitne zudem nur mit beheiztem Druckbett, und das hat der WT150 ja leider nicht. (Ich arbeite aber daran).

Untergründe, die ich bis jetzt ausprobiert habe:

- Blue Tape (Feinkrepp):
Funktioniert bei mir überhaupt nicht, auch nicht nach Nachbehandlung mit Alkohol oder Schmirgel. Liegt aber vermutlich an meinen PLA Sorten, bei anderen Leuten geht's. Klapp wohl eh mit beheiztem Druckbett besser.

- Lackiererkrepp (tesakrepp 4309):
Funktioniert sehr gut! Es halten alle PLA Sorten, die ich bis jetzt probiert habe, auch Sondermaterialien wie Bronzefill und flexibles PLA.
Allerdings ist die Haftung des Kreppbandes auf dem Untergrund begrenzt, ich habe eine Sorte sehr billiges PLA von einem lokalen Hersteller, das warpt bei
großen Objekten stark, und zieht das Kreppband mit hoch. Dafür ist es billig (man braucht ja nicht viel), und wenn mal ein Druck nicht abgeht, dann reißt man
einfach das Krepp mit ab. Eignet sich also gut für kleine, filigrane Objekte. man kann aber auch hohe Objekte ohne Probleme drucken, ich habe mal ein
Makerbeam Profil stehend gedruckt (14cm hoch), ging problemlos.
Die Unterseite der Objekte wird nicht so ganz glatt, sondern nimmt die leicht geriffelte Struktur des Krepp an, was aber, wie ich finde, gut zum Rest der
Oberflächen passt, und angenehm griffig ist.

- Buildtak:
Funktioniert gut, außer bei dem billigen PLA, das will partout nicht auf Buildtak haften. Allerdings ist bei Buildtak das Problem, dass man das Druckbett sehr
genau ausrichten muss, und das kleine Objekte oft nicht abgehen wollen. Als Folge macht man das Buidtak schnell kaputt beim Entfernen.
Die Unterseite der Objekte bekommt eine sehr feine Körnung. Gefällt mir sehr gut, aber leider sieht man auch jede Beschädigung im Buildtak, und die
bekommt man sehr schnell.
Ok, aber teuer.

- Tafelfolie (DC-Fix):
Haftet etwas weniger als Buildtak, was aber in diesem Falle von Vorteil ist, das kleine Objekte besser abgehen. Man muss noch genauer leveln und die
Temperatur anpassen als bei Buildtak, aber dann sind die Ergebnisse mindestens genauso gut. Zur Haltbarkeit kann ich noch nicht so viel sagen, da ich erst
seit 2 Tagen damit drucke. Man sieht auf der Oberfläche, wo schon mal gedruckt wurde, aber an diesen Stellen haftet es trotzdem genauso gut, vielleicht sogar
besser. Außerdem ist das Zeugs im Vergleich saubillig.
Die Unterseite der Objekte wird wie bei Buildtak sehr schon, nicht glänzend sondern mattiert. Im Gegensatz zu Buildtak beschädigt man die Tafelfolie aber
nicht so schnell, und daher bleibt sie auch lange glatt.
Auch auf Tafelfolie haftet mein billiges PLA nicht gut.

- Direkt auf Glas, mit Haarspray, mit Klebestift:
Ganz schlechte Erfahrungen. Zeitverschwendung, meiner Meinung nach, zumindest unbeheizt und mit meinen PLA Sorten.

Obige Unterlagen könnt Ihr natürlich direkt auf das Alu kleben, aber ich habe mir statt dessen ein Paket Spiegelfliesen im Baumarkt gekauft.
Warum Spiegelfliesen? Nun, erstens gibt es die fertig in 15*15cm, und zweitens sind sie recht plan, vor allem auf der Rückseite. Die Fliesen beschichte ich mit dem gewünschten Material, und klemme Sie dann auf das Alubett (statt der Lochplatte). Hier solltet ihr aber nur 2 Klemmen verwenden, diagonal verstetzt, denn die Fliesen sind meistens gerader als die Aluplatte. Wenn Ihr 4 Klammern verwendet, besteht die Gefahr, dass Ihr sie an die krumme Aluplatte anpasst.
Auf die Weise kann ich das Druckbett schnell wechseln, denn einige Filamente (z.B. Nylon) haften nicht gut auf obigen Unterlagen, hier nimmt man besser die Lochplatte mit Raft, oder Pappelsperrholz.
Flexibles PLA (Formfutura Flex ECOPLA) haftet übrigens hervorragend auf Buildtak und Tafelfolie)

Noch einige Tips, die mir so untergekommen sind:
- Wenn Ihr ohne Raft druckt, fährt der Druckkopfs direkt an das Druckobjekt, und setzt dort am Ansatz oft einen unschönen Batzen Filament.
Den kann man später zwar wegfeilen, aber viel besser ist es, wenn man mit Skirt druckt. Dabei zieht der Drucker erst mal einen Kreis um das Objekt, bevor er
mit dem eigentlichen Druck anfängt.
Das hat zwei Vorteile: Erstens ist die Düse dann ideal vorgereinigt, und das Objekt beginnt mit einem sauberen Ansatz, und zweitens erkennt man sofort, ob
die Druckbetteinstellung stimmt, bevor der eigentliche Druck beginnt.
Skirt könnt Ihr in Skeinforge einschalten (unter "Skirt").

- Große Objekte können zum warpen neigen (d.h. die Ecken kommen hoch). Das vermeidet man, indem man um das Objekt einen Rand (Brim) druckt.
Skeinforge kann von hause aus keinen brim erzeugen, es gibt jedoch eine modifizierte skirt.py Datei, die diese Funktion nachrüstet.
Gibt's hier: http://forums.reprap.org/read.php?1,136147,163334
Bis nach unten scrollen und die neueste Version herunterladen.

- Man kann Skeinforge um etwa den Faktor 10 beschleunigen, indem man statt des normalen Python PyPy verwendet.
http://pypy.org/
Einfach PyPy 2.60 herunterladen und installieren, anschließend Replikator-G in den Einstellungen sagen, dass er PyPY verwenden soll
(File - Preferences - Advanced - Select Python Interpreter, dann in den Installationspfad von PyPy gehen und PyPy.exe auswählen.)
Dann Replicator-G neu starten. Sobald man irgendwas aufruft, das Python verwendet, wird man gefragt, welchen Interpreter man verwenden will. Hier immer
PyPy auswählen.

Viel Spaß

#2 RE: Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 ) von Uhrheber 05.06.2015 11:51

Nachtrag:
Mir ist gerade bewusst geworden, dass sich vielleicht viele Nutzer nicht darüber im klaren sind, dass der Drucker weitaus mehr kann, als der Hersteller zugibt, deshalb hier eine Anmerkung:

Die Weistek Software erlaubt nur die Temperatur im Bereich 210-230°C einzustellen. Dem Drucker selbst ist aber egal was im G-Code steht. Es gehen auch niedrigere und weitaus höhere Temperaturen. Man muss sie nur manuell im G-Code einstellen. Ich habe z.B. Nylon bei 245°C gedruckt.
Wie hoch man wirklich gehen sollte, habe ich noch nicht ausprobiert, aber angeblich besteht der Extruder des WT150 komplett aus Metall, daher sollte er auch noch höhere Temperaturen vertragen.
Jedenfalls ist die vom Hersteller vorgegebene Beschränkung auf PLA Blödsinn. Man kann mit dem Drucker alles drucken was auf der Platte kleben bleibt.
Auch ABS kann man drucken, wenn man einen Rand (Brim) verwendet, und das Objekt nicht allzu groß ist.

Ich benutze momentan nur Replicator-G, nicht Doraware, weil mir Doraware zu eingeschränkt ist. Unter anderem, weil man keine Profile für Skeinforge erstellen kann, und weil ich noch nicht herausgefunden habe, wie man aus Doraware heraus Skeinforge mit PyPy laufen lässt.
Und da ich neben der Temperatureinstellung auch die Höhenkalibrierung beknackt finde, gehe ich lieber nach dem slicen in das G-Code file, und ändere Temperatur und Höhe manuell. Wenn eines von beiden nicht stimmt, kann ich es schnell anpassen und den Druck nochmal starten.

Edit: Nylon druckt man natürlich bei 245°C, nicht 145

#3 RE: Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 ) von Reiner St. 05.06.2015 16:40

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Zitat von Uhrheber im Beitrag #10
Nachtrag:
Mir ist gerade bewusst geworden, dass sich vielleicht viele Nutzer nicht darüber im klaren sind, dass der Drucker weitaus mehr kann, als der Hersteller zugibt, deshalb hier eine Anmerkung:

Die Weistek Software erlaubt nur die Temperatur im Bereich 210-230°C einzustellen. Dem Drucker selbst ist aber egal was im G-Code steht. Es gehen auch niedrigere und weitaus höhere Temperaturen. Man muss sie nur manuell im G-Code einstellen. Ich habe z.B. Nylon bei 245°C gedruckt.
Wie hoch man wirklich gehen sollte, habe ich noch nicht ausprobiert, aber angeblich besteht der Extruder des WT150 komplett aus Metall, daher sollte er auch noch höhere Temperaturen vertragen.
Jedenfalls ist die vom Hersteller vorgegebene Beschränkung auf PLA Blödsinn. Man kann mit dem Drucker alles drucken was auf der Platte kleben bleibt.
Auch ABS kann man drucken, wenn man einen Rand (Brim) verwendet, und das Objekt nicht allzu groß ist.

Ich benutze momentan nur Replicator-G, nicht Doraware, weil mir Doraware zu eingeschränkt ist. Unter anderem, weil man keine Profile für Skeinforge erstellen kann, und weil ich noch nicht herausgefunden habe, wie man aus Doraware heraus Skeinforge mit PyPy laufen lässt.
Und da ich neben der Temperatureinstellung auch die Höhenkalibrierung beknackt finde, gehe ich lieber nach dem slicen in das G-Code file, und ändere Temperatur und Höhe manuell. Wenn eines von beiden nicht stimmt, kann ich es schnell anpassen und den Druck nochmal starten.

Edit: Nylon druckt man natürlich bei 245°C, nicht 145



Ja da können Hardy und Ich Dir nur beipflichten, da steckt ne menge mehr Potentzial in dem Drucker das steht mal fest.

Gruß Reiner

#4 RE: Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 ) von Reiner St. 05.06.2015 16:44

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Zitat von Uhrheber im Beitrag #9
Hallihallo,

ich wollte dann auch mal meine Erfahrungen mit dem Drucker zum Besten geben.
Erst mal vielen Dank für Deine Mühe und die Anleitungen.

1. Drucken ohne Raft:
Man kann auf vielerlei Untergründe drucken, DAS ideale Material gibt es aber nicht, denn auf keinem Untergrund haften alle Druckmaterialien gleich gut, und selbst PLA von verschiedenen Herstellern verhält sich höchst unterschiedlich. Viele Untergründe arbeitne zudem nur mit beheiztem Druckbett, und das hat der WT150 ja leider nicht. (Ich arbeite aber daran).

Untergründe, die ich bis jetzt ausprobiert habe:

- Blue Tape (Feinkrepp):
Funktioniert bei mir überhaupt nicht, auch nicht nach Nachbehandlung mit Alkohol oder Schmirgel. Liegt aber vermutlich an meinen PLA Sorten, bei anderen Leuten geht's. Klapp wohl eh mit beheiztem Druckbett besser.

- Lackiererkrepp (tesakrepp 4309):
Funktioniert sehr gut! Es halten alle PLA Sorten, die ich bis jetzt probiert habe, auch Sondermaterialien wie Bronzefill und flexibles PLA.
Allerdings ist die Haftung des Kreppbandes auf dem Untergrund begrenzt, ich habe eine Sorte sehr billiges PLA von einem lokalen Hersteller, das warpt bei
großen Objekten stark, und zieht das Kreppband mit hoch. Dafür ist es billig (man braucht ja nicht viel), und wenn mal ein Druck nicht abgeht, dann reißt man
einfach das Krepp mit ab. Eignet sich also gut für kleine, filigrane Objekte. man kann aber auch hohe Objekte ohne Probleme drucken, ich habe mal ein
Makerbeam Profil stehend gedruckt (14cm hoch), ging problemlos.
Die Unterseite der Objekte wird nicht so ganz glatt, sondern nimmt die leicht geriffelte Struktur des Krepp an, was aber, wie ich finde, gut zum Rest der
Oberflächen passt, und angenehm griffig ist.

- Buildtak:
Funktioniert gut, außer bei dem billigen PLA, das will partout nicht auf Buildtak haften. Allerdings ist bei Buildtak das Problem, dass man das Druckbett sehr
genau ausrichten muss, und das kleine Objekte oft nicht abgehen wollen. Als Folge macht man das Buidtak schnell kaputt beim Entfernen.
Die Unterseite der Objekte bekommt eine sehr feine Körnung. Gefällt mir sehr gut, aber leider sieht man auch jede Beschädigung im Buildtak, und die
bekommt man sehr schnell.
Ok, aber teuer.

- Tafelfolie (DC-Fix):
Haftet etwas weniger als Buildtak, was aber in diesem Falle von Vorteil ist, das kleine Objekte besser abgehen. Man muss noch genauer leveln und die
Temperatur anpassen als bei Buildtak, aber dann sind die Ergebnisse mindestens genauso gut. Zur Haltbarkeit kann ich noch nicht so viel sagen, da ich erst
seit 2 Tagen damit drucke. Man sieht auf der Oberfläche, wo schon mal gedruckt wurde, aber an diesen Stellen haftet es trotzdem genauso gut, vielleicht sogar
besser. Außerdem ist das Zeugs im Vergleich saubillig.
Die Unterseite der Objekte wird wie bei Buildtak sehr schon, nicht glänzend sondern mattiert. Im Gegensatz zu Buildtak beschädigt man die Tafelfolie aber
nicht so schnell, und daher bleibt sie auch lange glatt.
Auch auf Tafelfolie haftet mein billiges PLA nicht gut.

- Direkt auf Glas, mit Haarspray, mit Klebestift:
Ganz schlechte Erfahrungen. Zeitverschwendung, meiner Meinung nach, zumindest unbeheizt und mit meinen PLA Sorten.

Obige Unterlagen könnt Ihr natürlich direkt auf das Alu kleben, aber ich habe mir statt dessen ein Paket Spiegelfliesen im Baumarkt gekauft.
Warum Spiegelfliesen? Nun, erstens gibt es die fertig in 15*15cm, und zweitens sind sie recht plan, vor allem auf der Rückseite. Die Fliesen beschichte ich mit dem gewünschten Material, und klemme Sie dann auf das Alubett (statt der Lochplatte). Hier solltet ihr aber nur 2 Klemmen verwenden, diagonal verstetzt, denn die Fliesen sind meistens gerader als die Aluplatte. Wenn Ihr 4 Klammern verwendet, besteht die Gefahr, dass Ihr sie an die krumme Aluplatte anpasst.
Auf die Weise kann ich das Druckbett schnell wechseln, denn einige Filamente (z.B. Nylon) haften nicht gut auf obigen Unterlagen, hier nimmt man besser die Lochplatte mit Raft, oder Pappelsperrholz.
Flexibles PLA (Formfutura Flex ECOPLA) haftet übrigens hervorragend auf Buildtak und Tafelfolie)

Noch einige Tips, die mir so untergekommen sind:
- Wenn Ihr ohne Raft druckt, fährt der Druckkopfs direkt an das Druckobjekt, und setzt dort am Ansatz oft einen unschönen Batzen Filament.
Den kann man später zwar wegfeilen, aber viel besser ist es, wenn man mit Skirt druckt. Dabei zieht der Drucker erst mal einen Kreis um das Objekt, bevor er
mit dem eigentlichen Druck anfängt.
Das hat zwei Vorteile: Erstens ist die Düse dann ideal vorgereinigt, und das Objekt beginnt mit einem sauberen Ansatz, und zweitens erkennt man sofort, ob
die Druckbetteinstellung stimmt, bevor der eigentliche Druck beginnt.
Skirt könnt Ihr in Skeinforge einschalten (unter "Skirt").

- Große Objekte können zum warpen neigen (d.h. die Ecken kommen hoch). Das vermeidet man, indem man um das Objekt einen Rand (Brim) druckt.
Skeinforge kann von hause aus keinen brim erzeugen, es gibt jedoch eine modifizierte skirt.py Datei, die diese Funktion nachrüstet.
Gibt's hier: http://forums.reprap.org/read.php?1,136147,163334
Bis nach unten scrollen und die neueste Version herunterladen.

- Man kann Skeinforge um etwa den Faktor 10 beschleunigen, indem man statt des normalen Python PyPy verwendet.
http://pypy.org/
Einfach PyPy 2.60 herunterladen und installieren, anschließend Replikator-G in den Einstellungen sagen, dass er PyPY verwenden soll
(File - Preferences - Advanced - Select Python Interpreter, dann in den Installationspfad von PyPy gehen und PyPy.exe auswählen.)
Dann Replicator-G neu starten. Sobald man irgendwas aufruft, das Python verwendet, wird man gefragt, welchen Interpreter man verwenden will. Hier immer
PyPy auswählen.

Viel Spaß





Hallo Uhrheber und herzlich Wilkommen,

danke für die vielen Infos von Dir, ja also ich muss sagen da mir das alles viel zu viel arbeit war mit Tape u.s.w. habe ich nur die Variante mit dem Glas und dem Haarlack probiert und muß Dir da einfach nur recht geben, reine Zeitverschwendung.

Das mit dem Heizbett hatte ich zuerst auch ins Auge gefaßt, aber ich möchte halt so einfach wie möglich meine Lösungen halten, um auch anderen Usern die möglichkeit geben es ohne Heizbett so weit wie möglich zu Drucken.
Da ich hier mehrere Probleme bei einem Heizbett auftauchen sehe:

1. Das Netzteil bringt sehr wahrscheinlich nicht genug Leistung um zusätzlich noch ein Heizbett zu betreiben.
2. Der Druckraum wird evtl. noch etwas mehr Schrumpfen
3. Nicht so bewanderte Benutzer haben Probleme das Umzusetzen.

Die Idee mit den Fliesen hatte ich auch schon mal, aber ich hab da noch was anderes im Kopf Mamor Platte ! Ich weis ist schwer, aber wenn man sie in einer gescheiten Dicke bekommt !?

Aber falls es natürlich eine Lösung gibt für die Heizplatte sind wir gespannt auf deinen Beitrag, bin im moment noch im gespräch mit einem User leider nicht hier vertretten, der mal ABS ohne Heizbett gedruckt hat, habe aber noch keine näheren Infos, sobald ich was weis erfahren hier natürlich alle davon.

Also wenn es nicht halten will das Filament, arbeite ich mit dem Parameter Bottom, da kann ich ja einstellen in welcher Höhe der Extruder über dem Plexiglas arbeitet, sollte es also mal nicht so gut haften setze ich den Wert langsam runter, natürlich so das der Extruder nicht die Plexiglas Platte aufheizt und dort eine schöne Bahn schmilzt, den dann ist die Plexiglas Platte an der stelle unbrauchbar geworden.

Gruß Reiner

#5 RE: Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 ) von Uhrheber 05.06.2015 16:52

Zitat von Reiner St. im Beitrag #13


Aber falls es natürlich eine Lösung gibt für die Heizplatte sind wir gespannt auf deinen Beitrag, bin im moment noch im gespräch mit einem User leider nicht hier vertretten, der mal ABS ohne Heizbett gedruckt hat, habe aber noch keine näheren Infos, sobald ich was weis erfahren hier natürlich alle davon.



Ein Problem mit dem Heizbett ist, dass das Mightyboard zwar prinzipiell eines ansteuern kann, Weistek jedoch die benötigten Bauteile auf der Platine nicht bestückt hat. Da es zudem kein Originalboard ist, sondern ein Nachbau, könnte es schwierig werden, das nachzurüsten.
Alternative ist natürlich, einen externen Temperaturregler und ein extra Netzteil zu verwenden.

Es gibt fertige Heizplatten/Alu Kombinationen, die in den Wt150 passen. Zwar nicht in 150x150, da das ein etwas unübliches Maß ist, aber in 150x230mm, das würde längs in den Bauraum des WT150 passen. Steht dann halt vorne und hinten etwas über.
http://www.aliexpress.com/item/1pc-Hot-B...2321356736.html

#6 RE: Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 ) von Reiner St. 05.06.2015 17:08

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Ja und dann sehe ich da noch das Problem das man das nach unten irgendwie abschotten muss, damit nicht die Alu Platte wie Du schon richtig schreibst, nicht noch krummer wird, obwohl ich muss sagen habe hier zwei WT-150 einer hat ne gerade Alu Platte :-)

#7 RE: Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 ) von Uhrheber 05.06.2015 17:13

Nach unten sollte man eh isolieren, schon damit man nicht so viel Heizleistung braucht.
Oben drauf kommt dann Glas, oder Alu (es gibt diese Heizplatine auch fertig mit Aluplatte).
Und leveln sollte man eh im heißen Zustand.

Das ist übrigens auch was, was mich an dem Drucker stört, sowohl Sailfish als auch Marlin unterstützen mittlerweile von hause aus automatische Druckbettkompensation mittels Sonde oder Sensor. Wäre auch beim WT150 leicht nachzurüsten (Abstandssensor aus China für paar Euro), aber leider wieder das leidige Firmwareproblem.
Schiefes oder verbogenes Druckbett ist dann weitgehend egal.

#8 RE: Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 ) von Uhrheber 05.06.2015 17:17

Um beim Thema Druckplatte zu bleiben:
Ich drucke gerade ABS auf eine mit Tafelfolie beklebte Spiegelfliese.
Funktioniert, warpt aber ziemlich, weil ich zu blöd bin, Skeinforge richtig einzustellen.
Ich habe es zwar dazu gebracht, support ohne raft und interface zu drucken, aber der brim hat nun einen Millimeter Abstand zum Objekt, und ist damit nutzlos.
Jemand 'ne Idee?

#9 RE: Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 ) von Reiner St. 05.06.2015 17:20

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Ja mit der Software die da werkelt auf dem MightyBoard is wirklich ne katastrophe, auch ich hatte hier schon raspberry pi und octoprint in arbeit aber auch leider ohne erfolg :-(

#10 RE: Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 ) von Uhrheber 05.06.2015 17:24

Wird auch wohl so schnell nicht passieren, Makerbots werden generell nicht gut unterstützt, wegen S3D, und da im Moment jeder sauer ist auf Makerbot, da sie sich nicht nur aus der Szene verabschiedet haben, sondern auch versuchen, die Ideen anderer Leute zu patentieren, wird sich daran wohl auch so schnell nichts ändern.

#11 RE: Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 ) von Reiner St. 05.06.2015 17:25

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Na ich habe ja immer noch den verdacht das da der lüftungsschacht dran schuld ist, weil wenn er druckt komischer weise immer nur die linken seite anfängt zu warpen ! Weil der lüfterschacht nicht mittig übernder düse austritt sondern einseitig.

#12 RE: Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 ) von Reiner St. 05.06.2015 17:30

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Ja wir sind halt hier auf uns allein gestellt, im moment noch, aber vielleicht findet sich ja auch mal jemand hier der evtl. noch etwas mehr von der im board werkelnder Software ahnung hat. die hoffnung stirbt zu letzt, hab leider noch kein ABS hier zum drucken sonst hätte ich mir das mal angeschaut !?

#13 RE: Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 ) von Uhrheber 05.06.2015 17:33

ABS ohne heatbed ist problematisch. Es geht zwar, macht aber die üblichen ABS Probleme, wie warping und Layerhaftung.
Im Grunde genommen braucht man dafür einen beheizten Innenraum.

#14 Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von Hardy-Parts 05.06.2015 22:35

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So dieser Beitrag wurde zum Großteil aus dem Druckplatte ohne Kleber oder Raster! ( z.B. für Weistek WT-150 )
Thema herauskopiert um Plexiglas Druckplatte und Alternative Untergründe zu Trennen.
Da dies Erfahrungen von verschiedenen Materialien sind, gehören sie in ein eigenes Thema was jeden gleich ins Auge fällt

#15 RE: Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von Uhrheber 06.06.2015 11:56

Nochmal zum Thema Brim drucken mit Skeinforge:
Ihr müsste diese Datei herunterladen:
http://forums.reprap.org/file.php?1,file...lename=skirt.py

Dann ersetzt ihr die originale skirt.py durch die heruntergeladene.
Die originale ist bei ReplicatorG im Unterverzeichnis ReplicatorG\skein_engines\skeinforge-50\skeinforge_application\skeinforge_plugins\craft_plugins

Dannach hab ihr in den Skeinforge Profilen unter Skirt die Einstellung "Brim Width".
Damit das alles funktioniert, müsst Ihr "Activate Skirt" einschalten und "Brim Width" auf einen vernünftigen Wert setzen. Je höher das Objekt, und je stärker das Material warpt, desto breiter sollte der Brim sein.

#16 RE: Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von Uhrheber 06.06.2015 12:04

Zitat von Reiner St. im Beitrag #11
Na ich habe ja immer noch den verdacht das da der lüftungsschacht dran schuld ist, weil wenn er druckt komischer weise immer nur die linken seite anfängt zu warpen ! Weil der lüfterschacht nicht mittig übernder düse austritt sondern einseitig.



Das Problem habe ich auch. Das liegt aber Meiner Meinung nach daran, dass der Luftstrom links kalt ist (weil er direkt vom Lüfter kommt), während er rechts warm ist (weil er erst das Hotend kühlt). Daher kühlt das Material links zu schnell ab. Ich werde bei Gelegenheit mal den linken Luftkanal zustopfen.

ABS zeigt komischerweise das umgekehrte Phänomen, das warpt rechts stärker. Ich habe aber bis jetzt nur eine Sorte ABS ausprobiert, kann also auch Zufall sein. Bei ABS sind die Unterschiede zwischen den Herstellern noch stärker als bei PLA, habe ich mir sagen lassen.

Wenn man sich die diversen aufwendigen Konstruktionen bei Selbstbaudruckern anschaut, um eine gleichmäßige Luftführung zu bekommen, dann kann man sich schon denken, dass das kein triviales Problem ist.

#17 RE: Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von Hardy-Parts 06.06.2015 13:29

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Hallo,

meint ihr mit warpen jetzt das ablösen (biegen) von der Grundplatte oder meint Ihr das verschmieren?
Hat jemand Interesse ein Thema "Übersetzungen von Begriffen und Kürzel" zu erstellen, würde nicht nur mir der sich eher mit RC Heli's auskennt helfen
Nur mal so zum Vergleich: würde ich jetzt sagen das an meinem CP die TS, BH und BLW mit Spiel behaftet ist und daher das FBL nicht sauber Regelt, wüsstet Ihr was ich meine ?
CP = Collective Pitch
TS = Taumel Scheibe
BH = Blatthalter
BLW = Blatt Lager Welle
FBL = flybarless system (Elektronisches Stabi System für Paddel lose Helis)

Aber zurück zum Thema, in der Einstellung Temp von Skeinforge kann man doch einige Temperaturen einstellen, ist es da nicht möglich die Temperatur so zu regeln wie man es braucht?
Das er nur auf einer Seite kühlt, finde ich aber auch etwas unpraktisch, man könnte an der hinteren Öffnung eine Bohrung machen und einen Teil vom unteren Schlitz verschließen,
so müsste man die Luft in den hinteren Bereich lenken können.
Andere Lösung, ein Alu Rohr zu einem Ring gebogen, mit Bohrungen versehen "die nach unten zeigen" und an den Kühlkörper wie oben beschrieben auf eine Bohrung gelötet und die untere Öffnung ganz schließen.

Ist schwer zu erklären
Ob die Luft so durch das Rohr geleitet und nach unten verteilt werden kann ? kommt halt auf einen Versuch an
Das sollte man später in den Bereich Hardware aufnehmen, also falls es da Lösungen gibt

#18 RE: Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von Uhrheber 06.06.2015 14:22

Mit Warping meint man eigentlich die Materialschrumpfung beim Abkühlen, und die daraus resultierende Verformung.
Das muss nicht zwangsläufig an den Ecken nach oben gehen, sondern kann auch ein Objekt selbst verformen, in sich verdrehen, usw.

http://www.makerbot.com/blog/2011/06/23/...ing-and-curling

#19 RE: Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von Hardy-Parts 07.06.2015 15:15

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Danke für die Übersetzung, aber wäre es nicht doch gut, ein Beitrag "Übersetzungen von Begriffen und Kürzel" bei Tipps zu beginnen

Das verdrehen "Warping" oder auch schrumpfen, habe ich auch schon bei großen und kleinen Modellen bemerkt, meist stärker bei mehr Füllung, also alles was über 5% (unter Doraware) und höheren Temperaturen gedruckt wird, hat sich mit oder ohne Grundgerüst verformt.
Abhängig von der verwendeten Temperatur, ist der Effekt stärker oder schwächer, das liegt wie Ihr ja schon angemerkt habt, an dem abkühlen der Schichten, unten wird es durch das neue Material wieder erwärmt und oben schneller abgekühlt, das schneller abgekühlte Material zieht sich stärker zusammen und zieht das untere Material mit.
Nur da wo das Material nicht so schnell abkühlt, bleibt es gerade, betrifft in der Regel das Zentrum vom Modell.
Also müsste das abkühlen reduziert werden, zumindest so lange bis die unteren Lagen nicht wieder von den letzten Layern erwärmt werden und sich ausdehnen können?

#20 RE: Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von Uhrheber 07.06.2015 16:29

Das macht man ja gerade mit beheiztem Druckbett, man fängt nit hohenTemperaturen für Druckbett und Extruder an, nach ein paar Lagen reduziert man beides, und schaltet noch den Lüfter dazu, damit die Lagen in der Mitte nicht zusammenschmelzen.

#21 RE: Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von Hardy-Parts 08.06.2015 02:53

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Bei ABS ja, aber PLA verhält sich da doch etwas anders
Das ABS benötigt die Heizplatte um auf dem Untergrund besser zu haften, beim PLA darf die Temperatur nicht über die 50 - 60°C hinaus gehen, da das Material sonst zu weich wird und sich verformt.
Auch direkte Sonneneinstrahlung mag das PLA nicht, zumindest das schwarze was ich habe (mein Drucker steht im Moment in der nähe eines Fensters).
Es härtet aus und wird Brüchig, also zumindest das Filament was mit den Sonnenstrahlen direkt in Kontakt kommt

Zum Lüfter:
Einige bauen sich sogar zwei Kühler an den Kopf, um das Material schneller oder großflächiger runter zu kühlen, könnte es nicht sein das bei unserem das einfach nur zu warm bleibt
Ich werde die Tage mal was Probieren

#22 RE: Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von Uhrheber 08.06.2015 07:39

Zitat von Hardy-Parts im Beitrag #21

Zum Lüfter:
Einige bauen sich sogar zwei Kühler an den Kopf, um das Material schneller oder großflächiger runter zu kühlen, könnte es nicht sein das bei unserem das einfach nur zu warm bleibt



Klar, der Lüfter ist eigentlich Standard.
Ich hatte das jetzt auch, es war sehr warm im Raum, und ich habe ein kleines Objekt gedruckt, d.h. die Zeit zwischen zwei Lagen war sehr kurz. Prompt ist das Teil aus der Form geraten.
Wie die meisten Slicer hat auch Skeinforge eine Option, um eine Mindestzeitspanne zwischen zwei Layern einzustellen. Habe ich dann auch genutzt, aber er hat es ignoriert. Vermutlich habe ich irgendwas übersehen.

#23 RE: Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von sio 20.06.2015 05:34

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Nachtrag: Sorry das viele Gequasel. Glaube nicht mal dass es hier in dieses Thema gehört. Aber der Brim wird hier nun mal erwähnt, darum habe ich hier geantwortet...

Ich hatte eine Zeit lang beruflich mit Polymeren zu tun. Kann dazu folgende Aussage machen:
Polymere sind chemisch immer inhomogen bis heterogen. Das bedeutet in der Anwenung letztlich, dass kein Teil/Modell, und sei es noch so klein, absolut reproduzierbar ist. Erfolgreich sind Polymere trotzdem weil das in der Anwendung normalerweise vernachlässigbar ist.
Die Inhomogenität entsteht auf chemischer Ebene (Molekulargewichtsverteilung und Aufbausequenz) als auch physikalisch (Anordnung der Makromoleküle). Keiner dieser Einflüsse lässt sich vollständig kontrollieren (noch nicht), aber sie lassen sich relativ einfach beeinflussen. Den chemischen Einfluss durch Reinheit der Ausgangs- und Zusatzstoffe (Monomere, Stabilisatoren, Pigmente) und deren Verteilung bei der chemischen Reaktion (Polymerisation), den physikalischen Einfluss durch die Parameter bei der Herstellung wie Temperatur(homogenität), Heiz- und Kühlraten und natürlich der Endform des Produktes.
Filamente sind bereits ein Endprodukt. Die physikalischen Einflüsse bei der Herstellung sind relativ einfach zu kontrollieren durch die einfache Form. Chemisch werden sie aber eher von minderwertiger Qualität sein (auch wenn es welche mit angeblich hoher Qualität gibt).
Das bedeutet für den 3D Druck letztlich, dass man möglicherweise ein Optimum erzielen kann. Das ist aber schon bei der nächsten Rolle oder gar bei einer anderen Farbe oder Hersteller schon wieder dahin. Oder auch bei dem nächsten Modell, weil es andere Bedingungen erzeugt allein durch seine Form.
Das Optimum kann man erzielen mit der präziseren Kontrolle der physikalischen Einflüsse. Zum Beispiel mit dem beheizten Druckbett, der Präzision der Dosierung durch den Extruder (Heizrate), der genauen Endtemperatur oder durch eine konstante und gleichmässige Kühlrate.
Das wird verteufelt schwierig und aufwändig. Wie weit sich das lohnt ist mir nicht ganz klar. Noch nicht. Was ich aber in der kurzen Zeit seit ich mich mit 3D Druck beschäftige schon gelernt habe ist, dass die Modellform der stärkste Einfluss ist. Die Herstellparameter kommen dann an zweiter Stelle, sofern man damit nicht völlig im Schilf liegt. Das Optimieren der Modellform bedeutet im wesentlichen Hohlräume und Hilfskörper (nicht den Support vom Slicer). Was aber nur möglich ist wenn keine fixe Vorgabe des Modelles besteht, z.B. Ersatzteile für den Modellbau oder eine simple Entscheidung wie es auszusehen hat. Dann bleiben einem nur noch die Druckparameter.

Und da bin ich inzwischen auch angelangt und habe schon viel Material verschwendet aus Mangel an Erfahrung. (Man bräuchte echt mal einen Granulator und Filamentextruder um Abfälle nochmal verwenden zu können). Es geht gerade um kleine Schubladen für meinen Schreibtisch. Wegen der Gesamtgrösse in mehrere Einzelkomponenten zergliedert, die ich nachträglich zusammenstecken und verleimen kann. Das Gerüst war mehr oder weniger unproblematisch da simpel im Aufbau und mit unpigmentiertem PLA hergestellt. Die Schubladen selbst sind eigentlich auch unproblematisch trotz Pigmentierung (schwarz) da ich sie Hochkant drucken kann, was zwar lange dauert aber kein/kaum warping (sollte das nicht wraping heissen?) erzeugt. Das trifft aber nicht auf die Abschlüsse zu. Sie sind verwinkelt und relativ massiv. Ich drucke sie darum liegend aus, aber schon der Boden mit 4mm Stärke zeigte ein sehr starkes wraping von mehreren Millimetern. Was die übrige Form mit einer Höhe von 100mm oder 50mm völlig versaute. Bei der ersten Form bekam ich das einigermassen in den Griff mit Klammern, die das Modell einfach zurück auf die Platte drückten. Das Ergenis sah unschön aus, aber war immerhin funktional. Schubladen haben ja keine allzugrossen Ansprüche an die Funktionalität. Die nächste Form wollte ich aber optimiert haben und stiess dann hier im Forum auf den Brim.
Ich dachte erst mal "Eine Krempe? Echt jetzt?", aber ich verstand den Zweck davon. Also habe ich in DoraWare (ReplicatorG funktioniert bei mir immernoch nicht richtig) die Skeinforge Parameter freigeschalten nach Anleitung von hier, das Skirt Plugin ersetzt mit der Version von hier, aktiviert und Brim eingerichtet nach Anleitung von hier. (Ihr seht, ihr habt mir in kurzer Zeit echt viel beigebracht. Kann nicht genug danken dafür). Dann habe ich den Druck gestartet.
Erst jetzt fragte ich mich was ich eigentlich zu erwarten habe. Dem Namen nach und wegen den Parametern dafür habe ich gedacht dass der Brim nichts weiter als eine Art kreisförmige (Skirt) Stütze ist, die um das Modell herum aufgebaut wird. Dass der Brim aber wegen meiner Modellbreite (130mm inkl. Base) womöglich nicht geschlossen um das Modell herum reichen kann kam mir auch erst jetzt in den Sinn. Aber wie sich herausstellte war von einem Brim, wie ich ihn mir vorstellte, eh weit und breit nichts zu sehen. Aber, und das ist das witzige, auch kein wraping festzustelen! Obwohl drei "parameteroptimierte" Vorgängerversuche desswegen misslangen.

War das nun Zufall oder habe ich mir den Brim falsch vorgestellt?

#24 RE: Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von Hardy-Parts 20.06.2015 13:06

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Phu, war das lang, aber doch ganz Aufschlussreich
Hätte ich die Wiki Funktion von dem Forum, würde das gut als Material Infos oder so rein passen

Zum Brim, Du meinst sicher diesen Beitrag hier:
Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150)

Das Problem an dem ganzen Beitrag ist, das er von einem anderen Beitrag herauskopiert und als eigenständiger Beitrag abgelegt wurde.
Da einige Beiträge sich mit beidem befasst hatten, habe ich die meisten drinnen gelassen.

Mit dem Skirt / Brim wird ja erst mal eine Linie Material um das Modell herum gelegt um die Düse frei / sauber zu bekommen, ob sich das nun auch Positiv auf das wraping auswirken soll?

#25 RE: Alternative untergründe für die Druckplatte (z.B. für den WT-150) von sio 21.06.2015 03:16

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Hallo Hardy

Die Funktion des Brim habe ich vom ersten Beitrag in diesem Thema, verfasst von Uhrheber. Der Brim unterscheidet sich vom Skirt in der Schichtdicke (Multilayer). Mit der modifizierten Skirt.py lassen sich sowohl die Breite als auch die Höhe definieren. Allerdings, und das war mir nicht klar, in Anzahl Layers, nicht in Masseinheiten. Es steht da auch nichts von einer Kreisform sondern nur "um das Objekt herum", was ja nun echt keiner geometrischen Vorlage entspricht. Ich werds beim nächsten Objekt nochmals versuchen (ist einmal mehr eine Wiederholung weil ich mich um 4mm Höhe "verrechnet" habe. Und das kratzt an meinem Sinn für Symmetrie...).

Ich habs am Rande schon erwähnt, ich drucke auf Sperrholz. Das weiche Zeugs, das man für gewöhnlich mit der Laubsäge bearbeitet. Bin drauf gekommen weil ich nichts anderes hatte und die originale Druckplatte beim ersten Druckversuch versaute wegen zu hoher Temperatur. PLA Haftet ganz gut und lässt sich auch rückstandlos ablösen. Für den Direktdruck ohne Base ist es mit den Standardeinstellungen aber dann doch zu wenig Haftung. Probiert habe ich noch Papier (auch sehr gut wenn es nicht zur Wellenbildung neigen würde), Wellkarton (mässig, hängt stark von der Qualität ab) und Glas ohne Oberflächenbehandlung (ging gar nicht, wie man sich vorstellen kann). Aus dem Labor werde ich bei Gelegenheit noch weitere Materialien abzweigen. Alu (Wärmeabführung), gebürsteter Stahl, Teflongewebe und Beton. Mal sehen ob etwas davon taugt.... Das Zeug verwenden wir für Haftversuche, bzw. um Haftung zu vermeiden.

So, mein aktueller Druck sollte gleich fertig sein. Hat über 12h gedauert bei 520 0.2mm-Layers. Habe mit dickeren Schichten einfach schlechte Erfahrung gemacht... Mir fällt beim Betrachten gerade auf dass sich etwa ab der Hälfte die Oberflächenstruktur verändert hat. - Muss echt mal einen alternativen Slicer ausprobieren...

Gruss
sio

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